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Yoga im täglichen Leben - Das System

FAQ - Häufige Fragen und Antworten

 

Muss ich mich zum Einführungskurs anmelden?

Nein, du kannst einfach so vorbeikommen. Am besten bist du spätestens 10 Minuten vor Kursbeginn bei uns, um dich in Ruhe umziehen zu können.

 

Soll ich mich zu den Fortgeschrittenenkursen anmelden?

Idealerweise ja, falls du noch keinen Einführungskurs bei uns gemacht hast - bitte wende dich per Telefon oder per Mail an unser Zentrum. Am besten teilst du deine Telefonnummer mit und einer unserer Yogalehrer wird dich kontaktieren.

 

Was muss ich zum Kurs mitbringen?

Bringe bitte leichte, bequeme Kleidung mit und wenn du möchtest ein Tuch, um deine Matte abzudecken. Am besten liegt deine Kleidung nicht am Körper an, so dass du dich frei bewegen kannst und die Luft zirkulieren kann. Das ergibt einen schönen Biofeedback-Effekt durch die beim Üben freigesetzte Energie. Natürlich kannst du auch deine eigene Yogamatte mitbringen. Ansonsten haben wir eine Fülle von Matten, Kopf- und Sitzkissen, Sitzbänkchen und Decken zur kostenlosen Benutzung vor Ort.

 

Was sollte ich vor und nach dem Kursbeginn beachten?

Am besten mindestens zwei, besser drei Stunden vor dem Kurs nicht mehr essen und wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann nur sehr wenig und möglichst ganz leichte Sachen wie Obst und Gemüse. Wenn der Körper verdaut, sammelt sich ein beträchtlicher Teil des Blutes im Verdauungstrakt. Wenn du in dieser Zeit Übungen machst, wird das Blut aber von den Muskeln benötigt, abgezogen und dadurch deine Verdauung durcheinander gebracht. Da der Körper nach der Yogaklasse nacharbeitet, ist es auch ratsam, wenigstens eine halbe Stunde nach dem Kurs noch nicht zu essen.

Trinken kannst du vor und nach dem Kurs, wie du magst - es sollte aber möglichst kein Kaffee oder Alkohol sein. Wenn du Raucher bist, dann versuche, zwei Stunden vorher und wenigstens eine halbe Stunde nachher nicht zu rauchen. Rauchen verengt die Blutbahnen und verhindert so einen optimalen Blut- und Energiefluss, der durch die Übungen angeregt wird.

 

Welche Art von Yoga bietet Yoga im täglichen Leben an?

Unsere Kurse beinhalten das, was fast überall im Westen als Hatha Yoga bezeichnet wird. Allerdings sind Entspannung, Asanas (Körperübungen), Pranayamas (Atemübungen), Konzentration und Meditation eigentlich ein Teil des Raja Yoga, des königlichen Yoga nach Maharishi Patanjali (auch Ashtanga Yoga, der achtgliedrige Yoga genannt). Die bei uns praktizierten Asanas sind übrigens besonders in der Einführungsstufe zu einem guten Teil dynamisch, damit Einsteiger sich schnell und einfach zurecht finden.

 

Wie ist eine Yogaklasse aufgebaut?

Wir beginnen mit einer kurzen Entspannung in Rückenlage, der leichte Atem- und dynamische Streckübungen folgen. Erst dann kommen wir zum Hauptteil, den Körperübungen, auf Sanskrit Asanas genannt. Zwischen manchen der sowohl dynamisch als auch statisch durchgeführten Asanas und am Ende folgt wieder eine Entspannung auf dem Rücken. Anschließend gibt es eine Atemübung (Pranayama) im Sitzen, die uns direkt in eine kurze Konzentrations- und Meditationsphase führt.

 

Ist Yoga nicht nur etwas für ganz sportliche junge Menschen und Körperakrobaten?

Im Yoga gibt es weder Wettbewerb noch Leistungs- oder Erfolgsdruck. Vielmehr geht es darum, achtsam mit sich um zu gehen. Wir sollen die eigenen physischen und geistigen Grenzen erkennen und akzeptieren. Diese können wir langsam aber stetig erweitern, denn Yoga lässt uns in jedem Alter und in jeder Verfassung bei regelmäßiger Übung neue Potentiale entdecken und schult Körper und Geist.

Unsere Yogalehrer geben in den Kursen viele Hinweise, wann eine Übung nicht oder nur sehr vorsichtig gemacht werden soll. In Einzelfällen bekommt ein Teilnehmer eine alternative Übung. Yoga im täglichen Leben kann auf fast alle menschlichen Bedürfnisse und Einschränkungen hin angepasst werden: So können wir in speziellen Kursen Menschen mit Rücken- und Gelenksproblemen, Diabetes, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Ängsten, Stress und Depressionen sowie Kinder, Senioren und Schwangere unterrichten.


Was ist das Besondere an Yoga im täglichen Leben?

Yoga im täglichen Leben ist von einem selbstverwirklichten Yogameister, Paramhans Swami Maheshwaranda  –  kurz und liebevoll Swamiji genannt - aus Rajasthan in Indien gegründet worden. Swamiji besucht bislang auch Hamburg noch jedes Jahr einmal für ein Wochenendseminar, so dass man den Begründer des Systems auch persönlich kennen lernen kann. Er hat ein achtstufiges System von jeweils aufeinander aufbauenden Übungen in den Bereichen Entspannung, Asanas, Pranayamas und Meditation zusammengestellt, so dass jeder bei uns ganz traditionelles Yoga von der Pike auf lernen kann.

Jeder Teilnehmer kann bis zu dem Level voranschreiten, der seinen körperlichen und geistigen Fähigkeiten entspricht. Insbesondere die Eingangsstufe beinhaltet viele Übungen, die von fast jedem Menschen durchgeführt werden können. Manche der Menschen, die erst in der zweiten Lebenshälfte oder mit körperlichen Einschränkungen zum Yoga kommen, üben einfach nur die Körperübungen der ersten zwei oder drei Stufen des Systems und/oder spezielle Übungen aus unseren Spezialbüchern für Gelenke, Rücken, Bluthochdruck, Herzkrankheiten und Diabetes.

Außerdem bietet Yoga im täglichen Leben als integrales Yogasystem für Interessierte auch noch die spirituelle Praxis der anderen großen Yogawege an: Bhakti Yoga, den Weg der Hingabe mit Satsang, Bhajan singen, Lesen der Heiligen Schriften, gemeinsamer Meditation und Video Vorträgen von Swamiji, Karma Yoga, den Weg des selbstlosen Dienstes, die Reinigungsübungen des klassischen Hatha Yoga sowie den mehr intellektuellen Weg des Gyana Yoga.


Was bewirkt das regelmäßige Üben von Asanas?

Asanas

  • steigern die Elastizität der Wirbelsäule
  • machen die Gelenke beweglicher
  • entspannen, kräftigen und durchbluten die Muskulatur
  • harmonisieren die Organ- und Drüsentätigkeit
  • regen Stoffwechsel und Lymphsystem an
  • stärken das Immunsystem
  • normalisieren und stabilisieren Blutdruck und Kreislauf
  • beruhigen und stärken die Nerven
  • machen die Haut klarer und frischer


Was bewirkt das regelmäßige Üben von Pranayama?

Körperliche Wirkungen:

  • Reinigung des Blutes
  • Erhöhung der Sauerstoffaufnahme
  • Stärkung von Lunge und Herz
  • Normalisierung des Blutdrucks
  • Harmonisierung und Stabilisierung des Nervenzentrums
  • Unterstützung von Heilprozessen und Heiltherapien
  • Stärkung des Immunsystems


Psychische Wirkungen:

  • Beseitigung von oder Besserung bei Stress, Ängsten und Depressionen
  • Beruhigung von Gedanken und Gefühlen
  • Lösung von Energieblockaden


Geistige Wirkungen:

  • Vertiefung der Meditation
  • Erweckung und Reinigung der Chakras (Energiezentren)
  • Erweiterung des Bewusstseins


Was bewirkt das regelmäßige Üben von Meditation?

Meditation

  • trainiert unsere Konzentrationsfähigkeit und Vorstellungskraft
  • zeigt uns unsere eigenen Eigenschaften, Vorstellungen und Denkweisen
  • kann uns zu neuen Erkenntnissen und Standpunkten bringen


Wie oft soll ich üben? Kann ich Yoga zu Hause praktizieren?

Am besten ist natürlich tägliches Üben. Für den Anfang ist es aber schon toll, wenn du ganz regelmäßig jede Woche einmal in eine Klasse kommst und  zuerst die Übungen kennen lernst. Nach einiger Zeit kannst du dir dann vornehmen, selbst jeden Tag oder an einigen Tagen pro Woche zuhause 10-15 Minuten für einen bestimmten Zeitraum zu praktizieren. Wie beim Essen ist es besser, öfters und dann eben nicht ganz so viel, als einmal wöchentlich ausgiebig zu üben. Generell gilt auch, dass du dir realistische Ziele setzen sollst, die du auch tatsächlich erreichen kannst. Zur Erstellung einer individuellen Übungsserie für zuhause kannst du dich auch gerne an einen unserer Yogalehrer wenden.

Kann ich mir mit Yoga Schaden zufügen?

Grundsätzlich ist das natürlich möglich. Immer wenn wir mehr machen, als unser Körper jetzt gerade leisten kann, droht Gefahr. So übt man aber nicht Yoga, denn Yoga entwickelt in uns auch Achtsamkeit gegenüber unserem Körper und dessen Bedürfnissen. Unsere Yogalehrer fragen deshalb bei deinem ersten Kommen immer nach vorhandenen Krankheiten oder Beschwerden, um dir gegenenfalls individuelle Hinweise im Kurs geben zu können. Auch deine Tagesform macht einen Unterschied. Daher kann heute eine Übung nicht oder nur schwer möglich sein, die letztes Mal noch kein Problem darstellte. Solltest du tagesaktuelle Beschwerden haben, teile diese immer am Anfang der Stunde mit. Um Schäden zu vermeiden, weisen unsere Yogalehrer daher immer wieder darauf hin, genau auf den eigenen Körper und dessen Signale zu achten und nötigenfalls auch schon früher als die anderen mit der Übung aufzuhören. So sollst du lernen, dich zu fordern, jedoch nicht zu überfordern.

Was ist der Unterschied zwischen Yoga und Sport?

Yoga bringt Energie – Sport kostet allermeistens Energie und ist einseitig, was die Körperbelastung angeht. Beim Yoga kommt in regelmäßigen Abständen jeder Muskel deines Körpers in Bewegung, bei den meisten Sportarten werden nur Teile des Körpers trainiert. Zwar verbrauchen wir beim Yoga auch Energie, in der Bilanz bleibt aber unter dem Strich mehr, als vorher da war. Das liegt vor allem daran, dass wir vor, während und nach den Asanas entspannen. Ein weiterer Grund ist, dass beim Yoga ganz bewusst und konzentriert sowie überwiegend langsam geübt wird. Jeder Muskel, der bei der Übung nicht gebraucht wird, bleibt entspannt. Jede Bewegung wird mit dem Atem koordiniert und es wird häufig über die Yogavollatmung das ganze Lungenvolumen einbezogen. Viele Sportarten bewirken, dass die Muskeln sich verkürzen, was wiederum eine ungünstige Körperhaltung nach sich zieht. Yoga fördert eine gute, aufrechte Haltung.

Können Frauen während der Menstruation üben?

Auch während der Tage ist es möglich, Yoga zu üben. Ganz wichtig ist, dass du in dich hineinspürst. Es kann sein, dass du in manchen Monaten nichts machen möchtest und dich in anderen Monaten ganz fit fühlst. Generell gilt, dass du auch dann die Arten von Übungen eher nicht machst, die sehr stark auf den Bauch und die Unterleibsorgane einwirken und fast alle Umkehrstellungen weglässt. Mit ein wenig Erfahrung und Körpergefühl kannst du deine Übungen einfach selbst an deine Bedürfnisse anpassen. Zu unseren Einsteigerkursen kannst du aber ganz klar auch in dieser Zeit kommen.

Kann ich Yoga bei Husten und Erkältung machen?

Bei Husten und Erkältung oder anderen ansteckenden Krankheiten solltest du aus Rücksicht auf die anderen Kursteilnehmer besser nicht zum Kurs gehen. Was du in diesem Fall zu Hause am Besten üben kannst, verrät dir dein Lehrer von Yoga im täglichen Leben in unseren Stunden. Außerdem kann er dir ein paar Reinigungstechniken aus dem klassischen Hatha Yoga und ein paar Tipps aus dem Ayurveda zur Vorbeugung und als Therapie zeigen.

Kann ich mit Hilfe von Yoga abnehmen?

Yoga kann die Reduktion von Körpergewicht unterstützen. Wenn du vorhast abzunehmen, ist in der Regel eine Analyse und dann meist eine Umstellung deiner Ernährungsgewohnheiten unumgänglich.

Können Männer Yoga praktizieren?

 - eine gute Frage :-) Noch immer machen Männer statistisch nur etwa acht Prozent der Yogaübenden aus. Yoga ist in Deutschland also fest in der Hand der Frauen. Wenn das unter Single-Männern bekannter wäre ... und noch eins: selbst die Herren unserer deutschen Fussballnationalmannschaft haben seit der WM 2006 einen Yogalehrer zu allen großen Turnieren dabei!

Ist Yoga eine Religion?
Yoga ist der Ursprung der Spiritualität und Spiritualität ist die Basis aller Religionen. Allerdings lehren wir – vom freiwilligen OM-Singen vor den Atemübungen und nach der Meditation abgesehen - keine spirituellen Praktiken in unseren Yogaklassen, da das nicht alle Teilnehmer interessiert. Für die Fragen zu diesem Thema haben unsere Yogalehrer aber ein offenes Ohr und viele Tipps und Anregungen.

Wer auch spirituell an Yoga interessiert ist, kann unabhängig von seiner religiösen Präferenz gerne zu unseren Gruppentreffen, den Satsangs, immer am Freitag ab 19 Uhr ins Yogazentrum kommen. Yoga im täglichen Leben respektiert und achtet alle Religionen in dem Bewusstsein, dass deren Kernbereiche sich nicht unterscheiden. Daher wird sich deine Religiosität eher vertiefen und du wirst deinen Glauben vielleicht sogar besser verstehen können.

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Inspiration

Mutter Natur hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
Mahatma Gandhi

2013